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Ein berühmtes Zitat von Kevin Spacey lautet: Je weniger das Publikum über mich weiß, desto besser mache meine Arbeit. Einige bedeutungsschwere Fakten sind aber dennoch ans Licht der Öffentlichkeit gedrungen. Kevin wurde am 26. Juli 1959 als jüngstes Kind von Thomas und Kathleen Fowler geboren. Er hat einen Bruder (Randall) und eine Schwester (Julie Ann).
Im Alter von 4 Jahren zog Kevin mit seinen Eltern und Geschwistern von South Orange nach Kalifornien ins San Fernando Valley. Sein Vater arbeitete als technischer Autor und seine Mutter als Sekretärin. Kevin selbst beschreibt sich als „little terror“. Mit 14 Jahren wurde er auf die Northridge Military Academy geschickt. Dort blieb er allerdings nicht lange.Nach einer Prügelei flog er ganz schnell wieder raus. Kevin besuchte danach eine öffentliche Schule – die Chatsworth High School.
Dort entdeckte er die Liebe zur Schauspielerei .Während des „senior year“ spielte er u. a. in „The Sound of Music“ und „Unhealty to be unpleasant“. An der Chatsworth High School hatte Kevin 2 Mitschüler, die später auch einmal sehr berühmt sein würden: Val Kilmer und Mare Winningham.
In den folgenden Jahren besuchte er kurze Zeit das Los Angeles Valley College, um dann an der berühmten „Juillard“ zu studieren. Nach zwei Jahren verließ Kevin diese Schule in beiderseitigem Einvernehmen, weil er glaubte, dass er alles an dieser Schule bereits gelernt hatte, was er als Schauspieler brauchte.
1981 gab er beim legendären New Yorker Shakespeare Festival sein Bühnendebüt. Seine Rollen waren allerdings sehr klein und konnten ihn finanziell gesehen nicht über Wasser halten. So musste er sich mit kleineren Nebenjobs durchschlagen z. B. als Lagerarbeiter oder auch als Aufseher in dem Gebäude in dem er wohnte.
In den folgenden Jahren häuften sich seine Fernseh- und Theaterauftritte. Regisseur Mike Nichols war es, der Kevin Spacey die erste Kinofilmrolle verschaffte. 1986 feierte Kevin an der Seite von Meryl Streep und Jack Nicholson in dem Film „Heartburn (Sodbrennen)“ sein Kinodebüt.
Sein Auftritt ist nur kurz, aber durchaus bemerkenswert. Auch in den Filmen „Dad“ oder „See no Evil, hear no Evil“ sind seine Rollen sehr klein. Erst in „Consenting Adults“ und „Glengarry Glen Ross“ sind seine Rollen größer. 1991 erhält Kevin Spacey für seine Darstellung des Uncle Louie in „Lost in Yonkers“ einen Tony.
Das Jahr 1995 wird für Kevin zum Schicksalsjahr. Zuerst wirkt er in der Megaproduktion „Outbreak“ mit. Dann erscheint er, für die Kinozuschauer unangekündigt in „Seven (Sieben)“ als Massenmörder John Doe. Danach spielte er den fiesen Filmproduzenten Buddy Ackerman in „Swimming with Sharks” (Unter Haien von Hollywood).
Die Rolle des Roger “Verbal” Kint in “The Usual Suspects (Die üblichen Verdächtigen)“ verhalf Kevin Spacey zum endgültigen Durchbruch seiner Schauspielerkarriere. Eigentlich wollte man keinem Unbekannten die Rolle überlassen. Doch Regisseur Brian Singer setzte sich bei den Produzenten für Kevin ein und gewann. Am Ende erwieß sich die Besetzung der Rolle mit Kevin als Glücksfall. Besonders natürlich für Kevin selbst. Er gewann ja bekanntlich seinen ersten Oscar.
1997 führte er in dem Streifen "Albino-Alligator" zum ersten und zum vorerst letzten Mal Regie. In den Jahren 1998 und 1999 stand Kevin Spacey in der Rolle des Theodor (Hickey) Hickman in dem Theaterstück von Eugene O`Neill "The Iceman Cometh" nach langer Zeit wieder auf der Bühne - zuerst in London und danach am Broadway.
Diese Produktionen waren äußerst erfolgreich und wurden mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht. 1998 engagierte ihn Clint Eastwood für seine Verfilmung des Bestsellers "Midnight in the Garden of Good and Evil".
Das Jahr 1999 war für Kevin Spacey ein ganz besonderes Jahr. Er erhielt eine der größten Auszeich- nungen für einen Hollywoodschauspieler – einen Stern auf dem "Walk of Fame". Bei dieser Zeremonie waren viele Freunde des Stars anwesend u. a. Edward Norton und Jack Lemmon. Natürlich war auch Kevins Mutter Kathleen dabei. Im gleichen Jahr kürte ihn das Empire Magazine zum besten Schauspieler des Jahrzehnts.
Bei der 72. Oscarverleihung 2000 wurde Kevin Spacey für seine Rolle als Lester Burnham in "American Beauty" als bester Hauptdarsteller mit einem Oscar geehrt. Im Jahr darauf durfte er Julia Roberts die Trophäe überreichen.
Im gleichen Jahr drehte Kevin an der Seite von Helen Hunt und Haley Joel Osment den Film "Pay it forward", der bei der Kritik auf ein geteiltes Echo stieß und bei den Kinogängern durchfiel.
Im Jahr 2001 beteiligte sich Kevin Spacey an dem Streik der US-Schauspieler- gewerkschaft (SAG). Er spendete die stolze Summe von 100.000 $. Im Oktober des gleichen Jahres trat er als Host (Gastgeber) beim John Lennon Tribute Concert auf. Bei dieser Gelegenheit sang Kevin den Lennonsong “Mind Games”.
Kevin Spaceys neueste Filme heißen "The Shipping News" und "K-Pax". Letztgenannter feierte am 22.Oktober 2001 im Mann's Village Theatre seine Premiere und belegte auf anhieb den ersten Platz der Kinocharts. Zur Zeit arbeitet Mr. Spacey an dem Film “The Life of David Gale”.
In der Zeit vom 9. Februar bis 12. Februar 2002 war Kevin zusammen mit Lasse Hallström, Rhys Ifans und Cate Blanchett im Wettbewerb der Berlinale vertreten. Ihr Film “The Shipping News” wurde von Presse und Publikum gleichermaßen mit viel Lob und Beifall aufgenommen. Gleichzeitig gab Mr. Spacey bekannt, dass er für einige Zeit keine Filme mehr drehen möchte, sondern sich mehr um seine Produktionsfirma kümmern möchte. Am 25. April erhielt Kevin den Peter J. Owens Award auf dem San Francisco Film Festival und eine knappe Woche später den Preis der Zeitschrift Movieline “Young Hollywood’s Role Model of the Year” als Vorbild für junge Schauspieler.
Am 14. September 2002 feierte das Theaterstück “Cobb” im Falcon Theatre seine Premiere. Kevins Produktionsfirma Triggerstreet Productions ist an diesem Projekt beteiligt.
Anfang Oktober 2002 begleitete Kevin Spacey den ehemaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, zu einer Veranstaltung der englischen Labourpartei nach Blackpool.
Zuvor reisten beide gemeinsam mit anderen amerikanischen Stars wie Chris Tucker (Rush Hour) nach Afrika zur Goodwill tour of African nations. Ende November lud Kevin zur Party in London anläßlich der Einweihung der neuen Homepage der Triggerstreet Productions.
Am 05. Februar 2003 wurde Kevin Spacey zum neuen Art Director des berühmten Theaters “Old Vic” in London ernannt. Seine Arbeit beginnt aber erst im Herbst nächsten Jahres. Auch im Jahr 2003 war Kevin wieder auf der Berlinale und wurde von seinen Fans begeistert gefeiert.
Im März 2003 mußte Kevin einen privaten Schicksalsschlag hinnehmen. Seine geliebte Mutter starb an Krebs.
Für das Jahr 2004 steht endlich wieder ein neuer Film mit Mr. Spacey an. Es ist die Verfilmung des Romans “Beyond the Sea”. Darin wird die Geschichte des Sängers Bobby Darin erzählt. Die Regie wird voraussichtlich Kevin selbst übernehmen. Kevin übernahm auch eine Rolle in “Edison”. Wann der Film in Deutschland gezeigt wird, steht noch nicht fest.
Für Schlagzeilen sorgte Kevin im London im Frühjahr 2004. Erst hieß es er wurde im Stadtpark überfallen und blutig niedergeschlagen. Dann meldete Herr Spacey sich zu Wort und berichtete, daß ihm lediglich das Handy geklaut wurde und er dabei über die Hundeleine gestolpert ist. Zugegeben, es klingt echt lustig.
Sein neuester Film “Beyond the Sea” hatte bereits in Großbritannien Premiere. Im Februar kommt er nach Deutschland.
Erfreulicherweise wurde “Beyond the Sea” als Beitrag für das Berlinale Panorama ausgewählt. Dies konnte nur bedeuten, dass Mr. Spacey höchstpersönlich nach Berlin anreisen würde. Und tatsächlich: Am 13. Februar um ca. 21.45 Uhr betrat Kevin Spacey die Bühne des Zoopalastes und begrüßte die Zuschauer und verabschiedete sich gleich wieder zu einer Party. Der Film selbst dauert fast zwei Stunden. Faszinierend ist vor allem Kevins großartiger Gesang. Allerdings muss man sagen, dass er wirklich zu alt für die Rolle des jungen Bobby Darin ist
Trotzdem ist die Geschichte des Sängers recht unterhaltend erzählt und keine Spur langweilig. Neben Bob Hoskins und Kate Bosworth gefiel mir auch Brenda Blethyn als Bobby’s Mama bzw. Großmutter. Nach Ende des Abspanns erschienen sowohl Kevin als auch Bob Hoskins und die anderen Produzenten wieder auf der Bühne. Das Publikum durfte sogar Fragen an Herrn Spacey stellen, die er auch fast alle beantwortete. Schließlich wurde Kevin auch gebeten, ein Lied aus dem Film zu singen. Das tat er mit Bravur, was ihm das Publikum mit frenetischem Applaus dankte. Anschließend verabschiedete sich Kevin und wünschte einen frohen Valentinstag und verließ den Zoopalast.
Insgesamt wurde Beyond the Sea in den Medien, vor allem in den deutschen, positiv aufgenommen. Nur wenige negative Kritiken sind bislang zu finden. In den deutschen Kinos startet der Film am 17. Februar. Leider nur in wenigen Städten, so dass mit wenigen Zuschauern gerechnet werden muss.
Zum Glück gibt es auch gute Nachrichten. Kevins Auftritt in “National Anthems” bekam durchweg gute bis sehr gute Kritiken. Ein weiteres Highlight seiner Old Vic Karriere war seine Rolle als Dexter Haven in “The Philadelphia Story. Davon konnte sich die Autorin der Homepage im August 2005 selbst überzeugen. Im September des gleichen Jahres startete die Shakespeare-Produktion Richard II. Kevin wurde für seine Hauptrolle für einen Theatregoer Award nominiert und hat auch gewonnen. Weniger erfolgreich war die Produktion “Resurrection Blues” mit Maximilian Schell. Die Kritiker gingen vor allem mit Kevin hart ins Gericht. Forderungen nach seinem Ende als Künstlerischer Leiter wurden laut. Zum Glück war sein Auftritt bei den Ruhrfestspielen ein Ereignis und wurde entsprechend gefeiert. Im August feiert der Film “Superman returns” in Deutschland Premiere. Mal schaun, ob der Kevin auch da sein wird.
Mit dem Theaterstück “A Moon for the Misbegotten” von Eugene O’ Neill setzt Kevin wieder ein Glanzlicht in seine Arbeit als Theaterchef. Sowohl Kritiker und Fans sind dieses Mal begeistert von ihm und seinen Kollegen wie Eve Best und Colm Meany. Noch bis in die Weihnachtszeit 2006 ist das Stück im Old Vic in London zu sehen.
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